Kondolenzschreiben – Anteilnahme mit Niveau

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Ein Kondolenzschreiben ist eine heikle Angelegenheit: Selten trifft ein Schreiben auf so emotional aufgewühlte Adressaten wie das im Zusammenhang mit dem Tod eines geliebten Menschen der Fall ist. Vor dem Verfassen eines Kondolenzschreibens sollten daher zunächst einige Dinge beachtet werden.

Generelles zu einem Kondolenzschreiben:

Der Bund deutscher Tanzlehrer hat einmal vor geraumer Zeit verlautbaren lassen, dass es unhöflich sei, ein Kondolenzschreiben per Fax zu versenden. Dies entbehrt zwar nicht einer gewissen Komik, ist aber richtig und muss zudem auf die heute allgegenwärtige SMS oder email ausgedehnt werden. Ein Kondolenzbrief ist ein Dokument, das in der Erinnerung der Hinterbliebenen eine ungeheure Bedeutung erlangen kann. Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf den Verlust Angehöriger, so dass man nicht mit “normalen” Reaktionen rechnen sollte. Da Schriftliches zudem mitunter lange aufbewahrt wird und immer wieder in die Hände des Adressaten fallen kann, sollten Fehler in der Etikette unter allen Umständen vermieden werden, um das Verhältnis zu den Hinterbliebenen nicht zu belasten.
Man sollte also zunächst kurz innehalten und sich einen geeigneten Text überlegen.

Gekaufte und selbstgemachte Kondolenzschreiben:

In jedem Schreibwarenhandel finden sich Kondolenzschreiben mit einem Text, welche im Grunde nur noch unterschrieben werden müssen. Dies ist sicher ein guter Weg, sofern man mit der verstorbenen Person in keinem zu innigen Verhältnis stand. Solche Kondolenzschreiben werden denn auch in der Regel von Nachbarn oder einer Kollegengemeinschaft anlässlich der Beerdigung überbracht. Häufig stehen solche vorgefertigten Kondolenzkarten unter einem biblischen Leitspruch. Hier sollte zumindest bedacht werden, dass längst nicht mehr alle Menschen Mitglied einer Religionsgemeinschaft sind.
Bei engeren Freunden oder gar Verwandten empfiehlt es sich zumindest, einen eigenen Text zu verfassen, der auf die Hinterbliebenen persönlich eingeht. Auch hier gilt es wieder, einige Dinge zu beachten.

Handschriftliches im Kondolenzschreiben:

Viele Menschen haben keine schöne Handschrift und sind darin mitterweile auch nicht mehr geübt. Wer eine eher ungelenke oder schlecht leserliche Handschrift hat, sollte sich nicht scheuen, eine Person aus dem Bekanntenkreis mit schöner Handschrift zu bitten, die selbst formulierten Worte der Anteilnahme auf die Trauerkarte zu schreiben.
Die Worte selbst sollten Trauer und Mitgefühl ausdrücken, aber nicht übertrieben pathetisch ausfallen, da dies als selbstsüchtig empfunden werden kann und wird. Ein Kondolenzschreiben ist vor allem durch Takt und Rücksichtnahme geprägt.

Die Wirkung eines gelungenen Kondolenzschreibens:

Beerdigungen und Trauerfeiern sind zum Glück nicht alltäglich, zumindest kommen sie im eigenen engeren Umfeld eher selten vor. Wenn ein solcher Fall jedoch eintritt, begibt man sich hier auf ein extrem schwieriges diplomatisches Parkett, das viele Fallstricke eingebaut hat. Mit einem dem Anlass entsprechenden, ästhetischen und gelungenen Kondolenzschreiben ist jedoch die schwierigste Hürde bereits gemeistert.