Loslassen
18. Jan 2010 um 10:38 | Sonnenblume
ich hatte eine langjährige Beziehung und ja ich war nur die Geliebte,was ich wusste , was ich akzeptierte. Wurde mir doch erzählt das es mit der Freundin nicht klappt,er sie nicht aus seinem Haus rausschmeissen kann,da sie ihm das Studium finanziert habe und sie im Haus getrennt wohnen. Ich habe an seinen Erzählungen nie gezweifelt ,da wir uns auch an öffentlichen Plätzen trafen . In den ersten 6 Jahren bekam ich tägliche Mails von ihm und dann fing es an weniger zu werden. Wir trafen uns einige Male im Monat . 11 Jahre kennen wir uns nun .
Vor 5 Jahren trennte er ich dann doch von der Freundin ,aber nicht ich nahm den Platz neben ihn ein . Besondere Umstände und Probleme zwangen mich dazu ihn freizugeben .
Er fand dann in dieser Zeit seine Jugend-Liebe wieder, der er vor 2 Jahren dann zu Silvester per SMS einen Heiratsantrag machte.Er wollte Familie haben und da sie ein Kind mitbrachte hatte er das Gewünnschte .Nur nach 14 Tagen Ehe war ihm schon alles zuviel.
Seit fast 3 Jahren habe ich ihn persönlich auch nicht wieder gesehen bekomme aber mind. 1 x die Woche , manchmal auch mehrmals Mails von ihm. Er schreibt nun immer weniger über privates sondern nur belangloses über Büro, zuviel an Arbeit und Wetter
Es ist auch ok so , nur ich möchte auf der einen Seite keine Mails mehr von ihm , auf der anderen Seite giere ich nach jedem Wort . Ich schaffe mein Leben sehr gut ,wenn nicht oft die vielen Gedanken an ihn wären und oft auch einfach nur die Sehnsucht . Seit 5 Jahren hatten wir nichts mehr miteinander und ich weiss er ist unereichbar für mich geworden und ja ich weiss nicht einmal mehr ob ich noch so liebe wie ich es jahrelang zuvor getan habe .
Warum schaffe ich es nicht emotional von ihm loszukommen ? warum kann ich ihn nicht einfach nur als Freund akzeptieren ?
Ich arbeite an mir. Ich lasse viele Tage verstreichen ohne ihm zu antworten . Ich versuche auch nicht mehr auf Mails zu warten und lenke mich so viel wie möglich ab. Habe auch schon an einen Psychologen gedacht ,wobei ich weiß das ich ihm einfach nicht mehr schreiben sollte. Es wäre so einfach und doch so schwer.
JA ;loslassen ist so schwer .
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Kommentar/e
Ja, liebe Sonnenblume, loslassen ist schwer. Aus einer ganz anderen Richtung kommend habe ich eine Beziehung, die einmal eine große Liebe war bewusst beendet. Auch nach der Trennung gingen Telefonate und mails hin und her. Während wir zusammen waren (fast 6 Jahre) gehörten abendliche Telefonate zum liebgewonnenen Ritual. Nach der Trennung wurden sie seltener. Ich merkte allerdings, dass ich jeden Abend auf das Klingeln des Telefons wartete. Die Gespräche wurden immer unverbindlicher je weiter die emotionale Trennung fortschritt. Zum Schluss waren sie, wie die e-mails ziemlich nichtssagend. Nach den Gesprächen fühlte ich mich immer ziemlich mies, da viele Dinge nicht (mehr) an- bzw. ausgesprochen wurden. Es war nur noch Fassade. Letzes Jahr habe ich dann bewusst den Kontakt abgebrochen, ihm gesagt, ich möchte keine Briefe, mails, Telefonate mehr. Die ersten Tage waren schlimm. Mehr als einmal war ich versucht, selbst zum Hörer zu greifen bzw. zu schreiben. Aber jetzt geht es mir viel besser. Manchmal muss man Kapitel einfach abschließen.
Ich wünsche dir die Kraft, dich aus dieser Beziehung zu lösen, damit du wieder offen für einen Neuanfang sein kannt.
zaubi - 18. Jan 2010 - 18:59
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Oh, ich kenne dieses Spiel, habe mich 5 Jahre lang getrennt - bin dadurch an meiner eigenen Unfähigkeit, loszulassen heftig erkrankt.
Ich wurde psychisch so labil, dass ich in eine Klinik musste.
Das hat mir geholfen UND ich habe die Mailadresse dann in meinen Spamfilter getan und was durchkam ungelesen gelöscht. Das hat mir mit jedem Mal mehr Kraft gegeben.
Heute kann ich kaum nachvollziehen, was damals passierte und wie ich in diese Abhängigkeit kommen konnte.
Viola. - 19. Jan 2010 - 09:05
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Ich war 8 Jahre lang glückliche Geliebte und habe diese Liebesbeziehung beendet, da ich so nicht frei war, um einen Lebenspartner zu finden, weil diese Affaire von Anfang an eben Affaire zwischen zwei verheirateten Menschen war.
Allerdings blieb ich nicht mehr lange verheiratet. ;-) und es ging mir lange Zeit sehr gut in dieser Konstellation und ich hatte weder Zeit noch Lust mein Leben, das im Alltag aus Arbeit und Kind bestand, zu teilen.
Da wir auch beruflich verbandelt waren, war das Beenden der Affaire schwierig. Er hat es nicht akzeptieren können und immer wieder versucht, einen (Arbeits-)Urlaub zu erschleichen oder Treffen mit beruflichem Hintergrund zu arrangieren. Sogar als ich schon umgezogen war und mit dem neuen Partner zusammen lebte, gab er nicht auf, so dass ich den Vertrag kündigte und alle noch vorhandenen Unterlagen zurückgeschickt hatte. Erst dann war Funkstille. Bis heute weiss ich nicht, ob er mich geliebt hat oder ob ich einfach nur gut für sein Ego war. Er hat nie über seine Gefühle gesprochen.
Heute nach dem Scheitern der Lebensabschnittspartnerschaft denke gerne an die unzähligen Glücksmomente, die wir hatten und komme zu dem Schluß, dass Ich für eine Alltagsbeziehung mit einem Mann nicht geboren bin.
S(tef)unny - 22. Jan 2010 - 07:22
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