Admin-Menü wieder erreichbar
02. Mai 2011 um 19:59 | Admin | Kommentar schreiben - 0
Lange Zeit scheiterte ich an einer Kleinigkeit, das gesperrte Admin-Menü wieder zu reaktivieren. Heute hat mir das amerikanische Forum von
Nucleus CMS geholfen und somit können alle hier schreibenden Autoren auch wieder Beiträge verfassen.
Danke für Eure Geduld und ich kann nun auch wieder neue Autoren aufnehmen. Eine Email an "admin ät wintertraenen Punkt de" reicht dafür aus. Wie hier Beiträge verfasst werden, könnt Ihr im
Tutorial dazu nachlesen.
Die Trauerfeier
02. Apr 2010 um 19:14 | Engel13 | Kommentar schreiben - 3
Die Trauerfeier ist nun fast ein Woche her. Es war sehr traurig und fast nicht auszuhalten. Kinder, die vor Trauer und Verzweiflung weinen, Kinder, die vor Zorn nicht weinen können, Kinder, die zu klein sind um überhaupt zu begreifen was passiert ist und noch keine Tränen haben. Eine Mutter, die so fassungslos ist, dass es schwer fällt ihr Halt zu geben. Geschwister, die es einfach nicht fassen, verstehen, glauben.
Vor uns steht ein anonymer Sarg, geschmückt mit Blumen, umgeben von Kerzen und vor Kopf steht ein Bild meiner Schwester.
Der Sarg fühlt sich kalt an. Es geht nicht in meinen Verstand, dass in ihm meine Schwester liegen soll, dass sie nicht mehr lebt, dass sie bis zur Unkenntlichkeit entstellt worden ist. Die meisten Menschen (der Maler aus dem Haus, die Polizisten vom Tatort, die Notärztin, der Angestellte beim Bestatter), die meine Schwetser nach der Tat gesehen haben, brauchten nachher psychologische Betreuung.
Jeder hat uns davon abgeraten, dass wir uns unsere Schwester nochmal ansehen. Wir können uns die Brutalität einfach nicht vorstellen, mit der mein Schwager meine Schwester getötet hat, es macht so unglaublich wütend und traurig. Und was einem dann noch so richtig den Rest gibt, ist, wenn ein Kripobeamter sagt, nach einem heftigen Streit hätte meine Schwester mit einem Angriff rechnen müssen. Na klar, wenn ich mit meiner Frau streite gehe ich auch davon aus, dass sie mich jeden Moment mit einer Bierflasche niederschlägt und dann mit zwei mitgebrachten Messern, wie irre, auf mich einsticht.
Und immer wieder erfasst mich eine tiefe Traurigkeit und ich muss weinen. Die Kirche ist mit trauernden Mensch gefüllt, es sind so viele, dass es ergreifend ist.
Dann heißt es Abschied nehmen, ein letztes Mal am Sarg vorbei gehen. Nachdem die Trauernden der Familie konduliert haben, leert sich die Kirche, das war es. Doch dann passiert etwas sehr "schönes". Dafür muß man wissen, dass wir eine nicht einfache Familie sind, die so ihre Probleme auch im Miteinander hat, die sich auch nicht immer ganz einig ist.
Wir Geschwister und meine Mutter waren uns wortlos einig, dass wir meine Schwester auf ihrem letzten Weg aus der Kirche begleiten. Diese Geschlossenheit, dieser Zusammenhalt hat mich zutiefst berührt. Die Menschen vor der Kirche standen unwillkürlich wie im Spalier, in der Mitte vor dem Kirchenportal der Leichenwagen mit geöffneter Hecktür. Dann ging es schnell, viel zu schnell und der Sarg war im Wagen und fuhr mit meiner Schwester weg für immer.
In einigen Tagen wird dann im engsten Familienkreis die Urnenbestattung statt finden.
Danke für die Unterstützung und den Trost von Freunden, Bekannten und fremden Menschen.
Und einen ganz dicken DANK an meine Frau, die genauso betroffen und fassungslos ist wie ich, die Schlafstörungen und Angst hat, die trotz ihrer Schmerzen und Arbeit immer für mich da ist. Ich liebe Dich und bin froh, dass Du an meiner Seite bist.
Das Unfassbare
26. Mär 2010 um 16:37 | Engel13 | Kommentar schreiben - 5
Bis Montag um drei war meine kleine Welt noch in Ordnung. Das Telefon klingelt und ich gehe ausnahmsweise mal dran, es ist meine Schwägerin, ich muß da zu sagen sie ist Pastorin und Notfallseelsorgerin. Sie war ganz kurz angebunden und wollte so bald wie möglich, dass ihre Schwester sie zurück ruft, auf dem Handy. Auf meine Frage, ob was passiert wäre, sagte sie nur, wir reden später. Und damit begann eine unerträgliche Unruhe und Zeit des Wartens, es war noch eine Stunde bis meine Frau nach Hause kommen würde. Mir gingen alle mögliche Dinge durch den Kopf: Es ist was mit den Kindern passiert, mit ihrem Vater, irgendwas bei meiner Schwägerin. Bauchschmerzen und Gedankenkarussel waren die Folge. Ich ging noch mal zur Post und wartete auf meine Frau. Als diese nach Hause kam, rief sie auch direkt bei ihrer Schwester an.
Das Grauen nahm seinen Lauf, es ging gar nicht um die Familie meiner Frau, sondern um meine eigene. Meine Schwägerin war in der Funktion als Notfallseelsorgerin bei meiner Schwester im Haus, um die Kinder, fünf, zu betreuen. Etwas Unfassbare ist geschehen: Mein Schwager hat um 10:30 Uhr meine Schwester ermordet. Ich will gar nicht ins Detail gehen, aber soviel, die Tat war grauenhaft und meine Schwester hat in ihren letzten Lebensminuten sehr gelitten. Und meine Welt ist in wenigen Minuten aus den Fugen geraten. Schock, Trauer, Wut, Gelähmtheit, Unfassbarkeit machten sich breit. Wie konnte sowas nur passieren, was hat meinen Schwager dazu getrieben, den Kindern Mutter und Vater, uns Geschwistern die Schwester und meiner Mutter die Tochter mit einem Schlag auf so grausame Art zu nehmen?
Aber es soll noch schlimmer kommen.
Beim Durchsuchen des Hauses sind Hinweise aufgetaucht, die darauf schließen lassen, dass er die Tat geplant hat und nicht im Affekt gehandelt hat. Macht es das ganze schlimmer? Für mich ja!
Er hat die Tatwaffen von zu Hause mit genommen.
Es sind Briefe und Dokumente auf getaucht, die zwei Wäschkörbe füllen, die auf erhebliche finanzielle Probleme deuten.
Und so wie es aussieht gab es auch Probleme in der Ehe, obwohl die Kinder sagen, dass die Beiden sich gerade wieder zusammen gerauft haben.
Das Geschehene wirft Fragen über Fargen auf, von denen manche wohl nie eine Antwort bekommen.
Nicht nur die Kinder fragen an erster Stelle: WARUM?.
Meine Schwester war eine sehr engagierte Frau: in der Kindertagespflege, in der Schule, in der Politik. Und sieh war noch zu jung um zu sterben, sie war erst 43.
Und nun heißt es Morgen um 11:00 Uhr Abschied nehmen von einer Frau, die viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.
Ich habe Angst vor dieser Trauerfeier.
Ich kann nicht mehr, später mehr.
Loslassen 2
23. Jan 2010 um 10:58 | Sonnenblume | Kommentar schreiben - 3
Ich danke euch für eure Kommentare und ja es bringt mich schon ein Stückchen weiter . Normalerweise bin ich ein humorvoller und gut gelaunter Mensch der sein Leben im Alltag mit Beruf und sonstigen Problemchen gut bewältigt . Ich lebe allein und habe einen tollen Freundeskreis , einen tollen bereits erwachsenen Sohn und eine tolle Familie um mich herum.
Nur , da gibt es wiederum diese Zeiten , da lassen mich diese Gedanken an IHN kaum schlafen ,dann schleppe ich die auch mit ins Geschäft und mit zum Sport und keiner sieht mir das an wie es in mir brodelt. Momentan bin ich einfach nur froh das er mir nicht mehr so oft Mail schickt , das diese Mail´s immer unpersönlicher werden. Darin sehe ich meine Chance langsam aber sicher aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen .
Es ist auch nicht so , daß ich deswegen in einer Ecke hocke und um mich herum geht das Leben weiter , nein so ist es nicht , aber ich will *loslassen* können ; frei sein .Gefühls-und Kopfmässig , damit ich mein Gleichgewicht finde und das ich vielleicht doch auch wieder auf andere Männer zugehen kann ; was ich in den letzten 5 Jahren eben nicht mehr konnte .
Ich wünsche mir einfach , daß ich die Zeit mit IHM als etwas Besonderes in meinem Leben sehen kann und nicht als etwas was mich bis ans Ende meiner Tage bedrückt und ja ich arbeite daran das es so wird.
ich danke euch nochmals für eure Kommentare.
Loslassen
18. Jan 2010 um 10:38 | Sonnenblume | Kommentar schreiben - 3
ich hatte eine langjährige Beziehung und ja ich war nur die Geliebte,was ich wusste , was ich akzeptierte. Wurde mir doch erzählt das es mit der Freundin nicht klappt,er sie nicht aus seinem Haus rausschmeissen kann,da sie ihm das Studium finanziert habe und sie im Haus getrennt wohnen. Ich habe an seinen Erzählungen nie gezweifelt ,da wir uns auch an öffentlichen Plätzen trafen . In den ersten 6 Jahren bekam ich tägliche Mails von ihm und dann fing es an weniger zu werden. Wir trafen uns einige Male im Monat . 11 Jahre kennen wir uns nun .
Vor 5 Jahren trennte er ich dann doch von der Freundin ,aber nicht ich nahm den Platz neben ihn ein . Besondere Umstände und Probleme zwangen mich dazu ihn freizugeben .
Er fand dann in dieser Zeit seine Jugend-Liebe wieder, der er vor 2 Jahren dann zu Silvester per SMS einen Heiratsantrag machte.Er wollte Familie haben und da sie ein Kind mitbrachte hatte er das Gewünnschte .Nur nach 14 Tagen Ehe war ihm schon alles zuviel.
Seit fast 3 Jahren habe ich ihn persönlich auch nicht wieder gesehen bekomme aber mind. 1 x die Woche , manchmal auch mehrmals Mails von ihm. Er schreibt nun immer weniger über privates sondern nur belangloses über Büro, zuviel an Arbeit und Wetter
Es ist auch ok so , nur ich möchte auf der einen Seite keine Mails mehr von ihm , auf der anderen Seite giere ich nach jedem Wort . Ich schaffe mein Leben sehr gut ,wenn nicht oft die vielen Gedanken an ihn wären und oft auch einfach nur die Sehnsucht . Seit 5 Jahren hatten wir nichts mehr miteinander und ich weiss er ist unereichbar für mich geworden und ja ich weiss nicht einmal mehr ob ich noch so liebe wie ich es jahrelang zuvor getan habe .
Warum schaffe ich es nicht emotional von ihm loszukommen ? warum kann ich ihn nicht einfach nur als Freund akzeptieren ?
Ich arbeite an mir. Ich lasse viele Tage verstreichen ohne ihm zu antworten . Ich versuche auch nicht mehr auf Mails zu warten und lenke mich so viel wie möglich ab. Habe auch schon an einen Psychologen gedacht ,wobei ich weiß das ich ihm einfach nicht mehr schreiben sollte. Es wäre so einfach und doch so schwer.
JA ;loslassen ist so schwer .
Abhauen
14. Jan 2010 um 10:38 | Hans | Kommentar schreiben - 7
Manchmal überlege ich mir, ob ich nicht einfach alles hinwerfen sollte. Den Job und damit auch den Streß mit den Kollegen. Die Ehe, die ständigen Rangeleien mit den Kindern, die Nachbarn, das Leben überhaupt. Einfach „Zigaretten holen gehen“, das letzte Gehalt abheben und von einer Sekunde zu anderen verschwinden.
Ich glaube nicht, dass man mich vermissen würde. Eine kurze Zeit gäbe es Betroffenheit, dann vielleicht Unsicherheit über meinen Verbleib, ein paar Spekulationen und dann nichts mehr.
Die Kinder wären sowieso versorgt, die Kollegen kommen besser ohne mich aus und ich, ich könnte irgendwo neu anfangen. Ich habe es einfach satt, gegen alles und jeden kämpfen zu müssen. Jeden Tag wieder gegen den Strom schwimmen und jeden Tag wieder keine Lust zur Arbeit und keine Lust heim zu kommen. Das Leben fühlt sich zäh wie ein Brei an, in dem ich zu ersticken drohe.
Einfach tschüß sagen und den nächsten Flieger irgendwohin nehmen. Dort aussteigen, eine kleine Pension suchen, vielleicht ein bisschen Arbeit, ein paar Kontakte aufbauen und weg. In Frankreich und Spanien gibt es alte verlassene Bauernhöfe, die man einfach so besetzen und wieder bewirtschaften kann. Aussteigen aus diesem klemmenden Allerlei, dieser Enge.
Willkommen zu Wintertränen
25. Dez 2009 um 13:07 | Admin | Kommentar schreiben - 1
Willkommen zu "Wintertränen", dem Blog mit Berichten aus dem Leben derer, die hier anonym und ungeschminkt schreiben, was ihnen auf der Seele liegt.
Ziel dieser Website ist es, Menschen zu ermöglichen, ihre intimen Beichten und Berichte einer breiten Öffentlichkeit vollkommen anonym zu präsentieren, um sich damit Rat und Meinungen einzuholen oder um diese Berichte einfach nur loszulassen. Der erleichternde Aspekt des Schreibens ist beabsichtigt. Diese Website dient auch denen, die sich nicht trauen, einen anderen Menschen zu fragen. Sie können hier lesen, was andere Menschen bewegt und erhalten damit vielleicht Anworten auf ihre Fragen. Selbstverständlich ist es erwünscht, hier auch anonym Fragen in den Raum zu stellen, die Leser/innen per Kommentar beantworten können.
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